Was will ich erreichen und warum kandidiere ich ?

Gesundheit

Gesundheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen und bewahren gilt. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert setze ich mein ganzes Wissen und Können als Chirurg dazu ein, Krankheiten zu behandeln und bei der Wiederherstellung der Gesundheit zu helfen. Aber in den Jahren habe ich erkannt, dass diese Aufgabe viel größer ist, als daß Skalpell und Stethoskop dafür genügten. Ich will an der Entwicklung unseres Gesundheitswesens mitarbeiten und dafür mit Sorge zu tragen, daß für Mitarbeiter wie Patienten gute Rahmenbedingungen herrschen. Dazu zählt meine Überzeugung, daß Patienten Schutzbefohlene und keine Kunden und Krankenhäuser Einrichtungen der Daseinsvorsorge und keine gewinnoptimierten Renditeobjekte sind.

Ich will, daß für die Behandlung von Kranken medizinische und menschliche Maßstäbe gelten, nicht finanzielle. Ich will, daß wir eine Spitzenmedizin haben, die auf einer breiten, auch örtlich gut zugänglichen Krankenhauslandschaft beruht. Ich will, daß die Berufe im Gesundheitswesen attraktiv werden und die Anerkennung erfahren, die sie verdienen. All das kann ich zwar jetzt im Kleinen so vorleben, aber im Großen nicht beeinflussen. Daher möchte ich mich im Parlament einbringen und  mit meiner Erfahrung für alle sprechen, die sonst nicht oder nicht hinreichend gehört werden. Und es gibt viel zu tun: Das Finanzierungssystem muss gerechter gestaltet werden, das Entgeldsystem  der Krankenhäuser weiterentwickelt werden, der Nachwuchsmangel bei Ärzten und in der Pflege behoben werden, um nur ein paar Felder zu nennen.


Covid19

Die Covid19 Pandemie hat uns gezeigt, auf welch schmalem Fundament unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben steht. Durch teilweise unermüdlichen Einsatz haben viele Engagierte in den Hilfsorganisationen oder ihren Einrichtungen dazu beigetragen, daß wir nochmal glimpflich davon gekommen sind. Aber es hat auch gezeigt, daß wir auf nationaler und europäischer Ebene nicht gut aufgestellt sind, was übergeordnete Koordination und Ausstattung mit medizinischem Material und Medikamenten betrifft. Meine Erfahrungen in der Bewältigung der Pandemie möchte ich dazu nutzen, daß wir uns national und international für die nächste Krise besser aufstellen.


Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse

Ich bin in einer kleinen Gemeinde im „Speckgürtel“ des größten europäischen Wirtschaftsraum, dem Mittleren Neckarraum,  aufgewachsen und lebe heute in Mutlangen, das zwischen Stadt und Land liegt. Als kommunalpolitisch Aktiver sehe ich, wie schwierig es ist, die Wirtschaftskraft in den Zentren mit der Lebensqualität auf dem Land zu verknüpfen. Wie schwer es ist, den Weggang von Bewohnern und den damit verbundenen Verlust an Infrastruktur auf dem Land aufzuhalten. Und andererseits in den Ballungszentren bezahlbares Wohnen für Familien immer unmöglicher wird. Es muss uns gelingen, die Ansammlungen von Industrie, Verwaltung und öffentlichen Einrichtungen in den Metropolen zu entzerren und das Leben außerhalb dieser attraktiv zu machen! 


Forschung 

Ich hatte das Glück, neben meiner klinischen Tätigkeit an der Universitätsklinik auch etwas Forschung betreiben zu können. Daher habe ich erlebt, wie aus einfacher Forschung in der Breite Spitzenforschung entstehen kann. Und wie wichtig es ist, auf allen Bildungsebenen auch einfache, kostengünstige und vielleicht unterschwellige Forschung zu ermöglichen. Nur aus der Breite kann eine solide Spitze entstehen, sei es in den Schulen, Hochschulen oder Universitäten. Daher möchte ich mich für breite, leicht zugängliche Forschung in unseren Bildungseinrichtungen neben einer gut ausgestatteten Spitzenforschung durch nationale Projekte einsetzen. Wer will, daß ein zartes Pflänzchen gedeiht, muss eben manchmal mit der Giesskanne kommen!
 


Umwelt 

Ich bin mir bewußt, daß Umweltschutz und bezahlbares Leben außer- wie innerhalb der Ballungszentren im Spannungsfeld zueinander stehen. Deswegen sind nicht Verbote, sondrn intelligente Lösungen gefragt. Für meine Familie sah dies so aus, daß wir uns für ein Passivhaus in Holzbauweise in der Nähe unsrer Arbeitsstelle entschieden haben, das mit Erdwärme und Fotovoltaik beheizt wird. Hier gilt es, daß für jede persönliche Situation intelligente, umweltschonende Lösungen gefunden werden - und nicht staatlicher Dirigismus durch pauschale Verbote! Der Statt muß hier beraten und unterstützen statt vorschreiben und verbieten. Dafür will ich mich einsetzen! In meiner Tätigkeit im Gemeinderat setze ich mich seit jeher zum Beispiel gegen eine Zersiedelung der Gemeinde und für eine intelligente Nachverdichtung sowie für eine Weiterentwicklung des Inividualverkehrs durch Ausbau des ÖPNV, Carsharing- Angebote und Entwicklung eines Verkehrswegeplanes auf für Fahrräder ein. Diese Erfahrung und meine persönliche Überzeugung will ich in die Politik des Bundes einbringen.


Migration

In meiner Abteilung, der Allgemeinchirurgie am Stauferklinikum, arbeiten deutlich mehr ausländische als deutsche Ärzte. Das ist in den anderen Abteilungen der Klinik nicht anders. Ohne die vielen gut ausgebildeten Ärzte aus Osteuropa und den arabischen Ländern, allen voran leider durch traurige Umstände Syrien, wäre die ärztliche Versorgung im Krankenhaus längst nicht mehr möglich. Und so wie in der Medizin sieht es in vielen anderen Berufen aus. Wir brauchen eine gezielte Zuwanderung! Gleichzeitig müssen wir auf wichtige Dinge achten, wie zum Beispiel, daß nicht gleichzeitig ein Fachkräftemangel in den Herkunftsländern entsteht oder daß unsere Ausbildungsstandards eingehalten werden. Daher brauchen wir eine zentrale Anlaufstelle, an die sich Zuwanderungswillige wenden können. Und natürlich genießen Verfolgte weiterhin ein Recht auf Asyl. Ein Recht auf bloße Zuwanderung in die Sozialsysteme oder heimliche Zuwanderung ohne Asylgrund aber gibt es nicht!
 
 
Familie

Die Bedingungen unserer Zeit machen es meist unmöglich, im traditionellen Familienverbund zu leben. Das Zusammenleben in der eigenen Großfamilie, mit mehreren Generationen und an einem Ort, ist nur noch selten möglich. Daher muß Vorsorge getroffen werden, für die Kinderbetreuung, für die Pflege von kranken oder hilfsbedürftigen Familienmitgliedern. Mit meiner berufstätigen Frau und zwei Kindern habe ich erlebt, was es bedeutet, des Berufs wegen mehrfach umziehen zu müssen, auf den Rückhalt durch die Familie zählen zu können aber auch für diese da sein zu müssen. Die Politik, die ich vertreten will, muß einen Ausgleich schaffen, damit wir diese und andere Belastungen dadurch erträglich halten können!
 
 
Schule und Ausbildung

Hervorragende Schulbildung und berufsbegleitende Ausbildung. Uss ebenso verfügbar und erreichbar sein wie die weitergehende Ausbildung an Hochschulen und Universitäten. Dabei ist gerade in der Schulbildung Verläßlichkeit und Kontinuität wichtiger als länderspezifisches Herumexperimentieren mit unseren Kindern. Ich will mich hier für eine stärkere Rolle des Bundes als ausgleichender Mediator einsetzen. Und Hochschulen müssen breit zugänglich sein, der Abitursdurchschnitt darf nicht das einzige Kriterium zur Zulassung sein. Warum nicht vermehrt mit Hochschulen in den ländlichen Raum gehen? Und gute Schulbildung darf nicht dem Zufall des Wohnortes überlassen bleiben. Warum nicht den Zusammenschluss mehrer kleiner Gemeinden zu einem zentralen Schulstandort unterstützen? 


Mit anderen Worten: 

Ich will mich einbringen, mit meinem Wissen, meinem Können, meiner Erfahrung und meinen Überzeugungen!  Das oben ausgeführte gibt nur einen kleinen Teil dessen wider, das mich umtreibt. Aber Demokratie lebt vom Mitmachen. Daneben stehen und meckern kann jeder, um mitzugestalten muß man auch mal seine bequeme Position aufgeben und aufstehen! Nicht anderen das Feld überlassen, sondern selbst hinstehen und sich äußern, sich einbringen, gerade für andere! Also gilt für mich der Wahlspruch der Universität Tübingen, an der ich studieren durfte: Attempto - Ich wag‘s,

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